Aktuelles

Mitteilung vom 09.04.2020

Coronavirus: Einschränkungen am Osterwochenende

Das Landratsamt Ostallgäu erlässt für das Osterwochenende eine Allgemeinverfügung, die touristische Aktivitäten im südlichen Landkreis untersagt.

© Tourismusverband Ostallgäu e.V. / Ingrid Rösner

Die Allgemeinverfügung gilt für alle, die außerhalb des Landkreises Ostallgäu wohnen, und kommt in folgenden Gemeindegebieten des Landkreises Ostallgäu zur Anwendung: Rückholz, Seeg, Roßhaupten, Lechbruck am See, Nesselwang, Eisenberg, Hopferau, Rieden am Forggensee, Halblech, Schwangau, Pfronten und Füssen. Ausgenommen sind nur Personen mit Wohnsitz im Landkreis oder in den Gemeinden Oy-Mittelberg, Wertach, Bad Hindelang, Bernbeuren, Steingaden, Prem, Wildsteig und Saulgrub.
 
Um die Ausbreitung und damit verbundenen Auswirkungen des Coronavirus zu verringern, hat sich die Führungsgruppe Katastrophenschutz zu diesem Schritt entschieden. Hintergrund ist auch die vorhergesagte gute Witterung für die Osterfeiertage und die bereits am vergangenen Wochenende aufgetretenen Unfälle in den Bergregionen des Landkreises. Bei diesen Unfällen wurden wieder Rettungskapazitäten gebunden, die im derzeitigen Kampf gegen das Coronavirus an anderer Stelle gebraucht werden.
 
Polizei kontrolliert Vorgaben
 
Mit dem Verbot soll die Möglichkeit, die Region als Wander- oder Freizeitziel zu besuchen, eingedämmt werden. In diesem Zusammenhang weist das Landratsamt darauf hin, dass auch die Ostallgäuer Bürgerinnen und Bürger dringend gebeten werden, zu Hause zu bleiben. Spaziergänge sollten nur in der näheren Umgebung des Wohnortes unternommen werden; auf Wanderungen in die Berge gilt es zu verzichten. Die Polizei wird das Einhalten der Vorgaben kontrollieren. Die Verfügung gilt bis einschließlich Ostermontag und das Landratsamt behält sich vor, an den kommenden Wochenenden gleich zu verfahren. 

Mitteilung vom 11.11.2019

Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt

Bislang unbekannte Primatenart lebte vor fast zwölf Millionen Jahren in Süddeutschland

Foto: Christoph Jäckle © Uni Tübingen

Aufrechter Gang entwickelte sich offenbar deutlich früher als bisher angenommen

 

Der aufrechte Gang und die gemeinsamen Vorfahren des Menschen und der Menschenaffen haben sich möglicherweise nicht in Afrika, sondern in Europa entwickelt. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forschungsteam um Professorin Madelaine Böhme vom Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen in einer am Mittwoch im Fachmagazin Nature veröffentlichten Studie. Böhme hat in Süddeutschland Fossilien einer bislang unbekannten Primatenart entdeckt: Die versteinerten Überreste des Danuvius guggenmosi, der vor 11,62 Millionen Jahren lebte, lassen den Schluss zu, dass er sich sowohl auf zwei Beinen als auch kletternd fortbewegen konnte. Die Fähigkeit, aufrecht zu gehen, gilt als zentrales Merkmal von Menschen.

 

 

Der Fundort – Einblick in die frühe menschliche Evolution


In der ehemaligen Ziegelei „Hammerschmiede“ entdeckte der (inzwischen verstorbene) Hobbyarchäologe Sigulf Guggenmos 1972 die ersten Fossilien – ihm zu Ehren trägt die neue Menschenaffenart den Namen Danuvius guggenmosi. Wissenschaftliche Grabungen führen die Universität Tübingen und das Senckenberg Center für Menschliche Evolution und Paläoumwelt unter Leitung von Prof. Dr. Madelaine Böhme seit 2011 durch. Seit 2017 werden die Grabungen im Rahmen eines Citizen Science Projekts von Ehrenamtlichen unterstützt. Rund 15.000 Fossilien von bisher 115 Wirbeltier-Arten konnten geborgen werden, darunter Fische, Riesensalamander, Schildkröten, Vögel, Elefanten und die weltweit ältesten Pandas. Vor fast 12 Millionen Jahren lebten sie hier in offenen Waldlanschaften, Flüssen und Tümpeln in einem warm-subtropischen Klima.


„Die bedeutenden Funde von fossilen Wirbeltieren, vor allem von über 12 Millionen Jahre alten Hominiden, bei Pforzen ist eine Weltsensation. Das heutige Ostallgäu ist eine der Wiegen der Menschheit. Der Landkreis wird alles unternehmen, um die Paläontologen bei ihrer Arbeit zu unterstützen und die notwendigen Schritte zum Schutz der Fundstelle einleiten“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.


Auch in Zukunft sollen in der Tongrube Hammerschmiede, die sich in Privatbesitz befindet, Grabungen durchgeführt werden. Dies soll jeweils in enger Kooperation mit dem Eigentümer und Betreiber der Grube geschehen.

 

 

www.uni-tuebingen.de/

Mitteilung vom 11.11.2019

DOK.tour Bayern 2019 zu Gast in der Filmburg Marktoberdorf

Dienstag, 12. November 2019, 20.00 Uhr: OUT OF PLACE

DOK.fest München - OUT OF PLACE

Das DOK.fest München geht mit einer Auswahl an herausragenden Filmen auf Tour in bayerische Städte. In der Filmburg Marktoberdorf wird am 12. November OUT OF PLACE gezeigt.

 

OUT OF PLACE

Deutschland 2019, Friederike Güssefeld, 80 Min.

Endstation Rumänien? Die Aussichten für drei als „nicht integrierbar“ eingestufte deutsche Jugendliche sind nicht gerade rosig. Im Rahmen eines pädagogischen Projekts werden sie in die Peripherie geschickt, müssen körperliche Arbeit verrichten und sich der eigenen Vergangenheit und Zukunft stellen.

Der Film erhielt den FIRST STEPS Award 2019 und war beim DOK.fest München 2019 für den VIKTOR DOK.deutsch und den FFF-Förderpreis Dokumentarfilm nominiert.

Filmburg Marktoberdorf, am Dienstag, 12.11.2019 um 20.00 Uhr

Karten: vor Ort an der Abendkasse.

 

Das DOK.fest wird veranstaltet von:

 

Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. in Kooperation mit Filmstadt München e.V., zusammen mit der Münchner Stadtbibliothek

 

DOK.tour Bayern 17. Oktober bis 4. Dezember 2019

www.dokfest-muenchen.de

Mitteilung vom 28.10.2019

DOK.tour Bayern 2019 zu Gast in der Filmburg Marktoberdorf

Dienstag, 29. Oktober 2019, 20.00 Uhr: TANZ AUF DEM VULKAN

DOK.fest München - TANZ AUF DEM VULKAN

Das DOK.fest München geht mit einer Auswahl an herausragenden Filmen auf Tour in bayerische Städte. In der Filmburg Marktoberdorf wird am 29. Oktober TANZ AUF DEM VULKAN gezeigt.

Über ein Jahr begleitete das Filmteam das Leben von zwei Auswanderern und einem Einheimischen auf der kapverdischen Vulkaninsel Fogo. Bei der Vorstellung wird die Regisseurin Maya Reichert persönlich anwesend sein und über die besonderen Dreharbeiten auf Fogo berichten.

TANZ AUF DEM VULKAN

Deutschland 2019, Maya Reichert, 90 Min.

Bildgewaltig ergießt sich glühende Lava über die paradiesische Vulkaninsel Fogo – Sinnbild für Fluch und Segen im Leben der drei Protagonisten. Sie haben mutig ihrem Schicksal getrotzt, um auf den Kapverden Liebe, Glück und ihre fremde Heimat zu finden.

„Wenn du von ganzem Herzen dein Leben verändern willst, schaffst du das!“ Alcindo hat im Vulkankrater-Dorf die Armut seiner Familie überwunden – Laeticia aus Frankreich möchte dort mit ihm leben, auf der kapverdischen Insel Fogo. Ex-Bodybuilder Vincent konnte seinen Traumata in Dänemark entfliehen und am Fuße des Vulkans im Kreis der Familie seinen Frieden finden. Ralph hat Deutschland zurückgelassen und mit seiner Liebe Ella ein Pflanzenparadies auf der unwirtlichen Vulkaninsel geschaffen. Sie alle standen am Abgrund, alle haben mutig ihr Leben in die Hand genommen. In beeindruckenden Bildern und mit schlichter Klarheit zeigt dieser Film zugleich die Verletzlichkeit und die Kraft von Natur und Menschen. Einfühlsam fängt jedes Bild und jedes Gespräch diese Gegensätze ein. Und wenn die Lava auf dem Vulkan tanzt, verstehen wir Zauber und Gewalt des Lebens. (Morgane Remter)

Mit anschließendem Filmgespräch in Anwesenheit der Regisseurin Maya Reichert. Weitere Vorstellungen am 13. und 17. November 2019. Karten gibt es vor Ort an der Abendkasse.

Das DOK.fest wird veranstaltet von:

Internationales Dokumentarfilmfestival München e.V. in Kooperation mit Filmstadt München e.V., zusammen mit der Münchner Stadtbibliothek

DOK.tour Bayern 17. Oktober bis 4. Dezember 2019

www.dokfest-muenchen.de

Mitteilung vom 23.10.2019

Abschlusskonzert Bandworkshop - Schulbands der Stephen-Hawking-Schule Neckargemünd

Bayerische Musikakademie Marktoberdorf, am Donnerstag, 21.11.2019, um 19:00 Uhr

Bayerische Musikakademie Marktoberdorf © Stephen-Hawking-Schule Neckargemünd

Für Dr. Frank Dorn, den Fachleiter Musik der Stephen-Hawking-Schule Neckargemünd, ist es ein bisschen wie heimkommen, wenn er mit den Schulbands zum Bandworkshop in die Bayerische Musikakademie Marktoberdorf kommt. Als ehemaliges Mitglied des Landes-Jugendjazzorchesters Bayern kennt er das Haus nur zu gut. Nun kehrt er beruflich zurück. Er ist Teil eines Musikteams, das an der Stephen-Hawking-Schule Neckargemünd ein musikpädagogisches Konzept entwickelt hat, welches sich dem Erleben und Kreieren von Musik auf vielfältigen Ebenen widmet. Andere Kunstbereiche wie Tanz, Theater oder die bildende Kunst werden intensiv miteinbezogen.

 

„Der Musikunterricht hört bei uns nicht mit der Pausenglocke auf. Über den klassischen Unterricht hinaus können die Schüler z. B. nachmittags die Musikräume und -instrumente gemeinsam bei Band- oder Einzelproben nutzen. Wir arbeiten nach dem Motto "Jeder kann Musik" – ob körperbehindert oder nicht behindert, jeder ist bei uns willkommen und kann mitmachen.“, erklärt Frank Dorn.

 

Die Schule ermöglicht ihren SchülerInnen in elf Bildungsgängen von der Grundschule bis zum Gymnasium individuelle Schullaufbahnen, ob mit oder ohne körperlich-motorische Einschränkungen. Eine Woche haben die Schulbands hart an sich und ihrem Programm gearbeitet, nun ist es an der Zeit, dieses auf die Bühne zu bringen. Zum Abschluss des Workshops laden sie zu einem Abschlusskonzert mit vielfältiger Rock- und Popmusik in die Bayerische Musikakademie Marktoberdorf - Eintritt frei!

Kontakt

Robert Frei

Tourismus Ostallgäu

Landratsamt Ostallgäu
Schwabenstrasse 11
87616 Marktoberdorf
Tel.: 08342 911-506

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